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Risikomanagement-Seminar 2021 - Insolvenzrechtliche Warnpflichten bei Jahresabschlusserstellung unter Berücksichtigung der Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts

Informationen:

Seminarnummer:
21joba-d0112o
Referent:
Rechtsanwalt Richard Harder
Ort/Anschrift:
Online
Termine:
01.12.2021 16:00 Uhr – 20:00 Uhr
Seminartermin:
Seminartermine exportieren (.ics)
Preis:
150,00 €

Beschreibung

Die Beratung von Unternehmen, die von der Corona-Pandemie betroffen sind, birgt hohe Haftungsgefahren. Kommt es trotz der Gewährung von Soforthilfen, Kurzarbeitergeld usw. zur Insolvenz, droht vor allem eine Inanspruchnahme durch den Insolvenzverwalter. Aus dessen Sicht ist die Inanspruchnahme des Steuerberaters ein probates Mittel zur Masseanreicherung, sofern die Realisierung von Ansprüchen gegen die Geschäftsleitung etwa wegen einer masseschmälernden Zahlung nach § 15b Abs. 1 S. 1 InsO an deren mangelnden Leistungsfähigkeit scheitert. Denn der Steuerberater kannte regelmäßig die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens. Zudem ist bei ihm genügend Liquidität vorhanden, denn er muss ja hinsichtlich seiner Haftungsgefahren eine Berufshaftpflichtversicherung unterhalten.

Das Seminar befasst sich mit Zweifelsfragen hinsichtlich der Going-Concern-Prüfung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und der insolvenzrechtlichen Warnpflicht nach § 102 StaRUG bei der Jahresabschlusserstellung für von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen. Welche Anforderungen sind an eine explizite Fortführungsprognose oder Einzelmaßnahme der Geschäftsleitung zur Ausräumung von Zweifeln an der Fortführung der Unternehmerischen Tätigkeit zu stellen? Darf der Steuerberater auf Aussagen der Geschäftsleitung vertrauen, wonach mit Blick auf die Liquiditätsprobleme eine Kapitalerhöhung geplant sei? Muss der Steuerberater den Erstellungsauftrag niederlegen, wenn die Geschäftsleitung trotz nicht ausgeräumter Zweifel auf die Bilanzierung mit Fortführungswerten besteht? Wie weit reicht die insolvenzrechtliche Warnpflicht? Was ist zu tun, wenn die Geschäftsleitung trotz eines erteilten Warnhinweises das Vorliegen eines Insolvenzgrundes nicht prüft? Muss auch in diesem Fall, dass Mandat beendet werden, um eine Beihilfe zur Insolvenzverschleppung zu vermeiden? Ist der Insolvenzverwalter hinsichtlich der Geltendmachung eines Insolvenzverschleppungsschadens überhaupt aktiv legitimiert?

Mit dem Besuch dieses Seminars können Verbandsmitglieder, die bei der HDI Versicherung AG eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, am Qualitätssicherungsprogramm teilnehmen. Dies wird mit einem Prämiennachlass honoriert.

Voraussetzungen für einen Prämiennachlass in der VH-Versicherung

1. Teilnahme an diesem Risikomanagement-Seminar

2. Nachweis von Fortbildungsveranstaltungen durch den Verband (Umfang 40 Stunden einschl. Risikomanagement-Seminar) durch den Fortbildungspass (bzw. Bestätigung durch den Verband)

Bei Nachweis der Fortbildung erhält der Teilnehmer einen 10%-igen Nachlass auf seinen persönlichen Nettojahresprämienanteil. Die Summe aller qualitätsbezogenen Nachlässe ist auf 3.000 Euro begrenzt.

Seminargliederung:

  1. Grundlagen der Haftung

  2. Haftungsrisiko Krisenmandat
    Das Mandat in der Krise | Die Haftungsverhältnisse im Krisenmandat | Die Haftung des Steuerberaters in der Krise

  3. Update Haftung in der Lohnbuchhaltung
    Die Sozialversicherungspflicht für Gesellschafter-Geschäftsführer




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